DMM 2008

Ich werde hier den von Sascha geschriebenen Bericht posten, da er den Kern der Sach ganz gut getroffen hat finde ich. Hoffentlich hat keine der erwähnten Personen etwas dagegen – falls doch, einfach bei mir melden, dann werde ich ihn wieder löschen…vorerst, Danke Sascha!

dmm-2008-teamfoto

Ein Haufen Bayern bei der DMM

Am vergangenen Wochenende fand in Frankfurt-Kalbach die Deutsche Mannschafts-Meisterschaft statt, die für das Team Bayern I mit einem sehr zufrieden stellenden 3. Platz zu Ende ging. Nachdem die Vorbereitungsphase dank fehlender Rückmeldungen und Engagement seitens aller Teilnehmer aus Bayern praktisch nicht stattgefunden hatte, fanden wir aus München uns vor dem BMW-Welt-Gebäude ab 7 Uhr morgens ein, um gemeinsam und zumindest moralisch siegessicher nach Frankfurt zu fahren.

Nach relativ ereignislosen und kurzweiligen dreieinhalb Stunden Fahrt waren wir früh genug an der Halle um beim üblichen Stelldichein teilzuhaben – Leute begrüßen, Kaffee trinken, Unsinn reden etc.

Nach pünktlichem Turnierstart waren zuerst einmal unsere Frauen an der Reihe. Diese schafften es in die K.O.-Phase, mussten sich jedoch dem später zweit platzierten Team KenVO geschlagen geben, was auch daran lag, dass wir nur 4 Kämpferinnen hatten, die sich jedoch nicht unterkriegen ließen und trotzdem eine gute Vorstellung boten.

Bei den Herren lief es für das Team Bayern I von Anfang an gut. Nachdem Team Bayern II mit ebenfalls nur 4 Kämpfern es trotz wackeren Schlagens es nicht aus dem Pool schaffte, setzte man alles daran Team I mit besten Kräften zu unterstützen.

Dieses setzte sich im Pool gegen Württemberg II und Baden ohne die Anfangs befürchteten Startschwierigkeiten durch. In der K.O.-Runde ging es dann gegen das Team des KenVO, die mangels eines Kämpfers, den sie auf der mittleren Position aussparten, schon nach zwei Kämpfen geschlagen waren, was auch schon das Erreichen des Halbfinales bedeutete.

Hier kam Bayern I nun gegen den späteren Deutschen Meister vom Team SWKenV, die mit einer sehr starken  Truppe mit 7 Kämpfern, woraus allein 3 davon aktuelle oder ehemalige Nationalteamkämpfer waren, aufwarteten und dank einer guten Aufstellung sich schon nach 3 Kämpfen als Sieger bestätigt sahen.

Dennoch gab man sich moralisch nicht geschlagen und entschied Kampf 4 und 5 für sich, wobei man hervorheben muss, dass Bane Péric eine herausragende Leistung an den Tag legte, nämlich den Kapitän des Nationalteams mit 2:0 (sprich: Zwei zu NULL) mustergültiger Ippons besiegte, wofür er verdient mit dem Kampfgeistpreis
belohnt wurde.

Jeder im Team hatte bei den vorigen Kämpfen seinen Anteil am Sieg, bis auf den Halbfinalkampf war die Entscheidung immer schon nach 3 Kämpfen gefallen, so dass die beiden letzten, oft sehr wichtigen Positionen, eigentlich nicht von Relevanz waren (außer wieder moralisch, klar…).

Nach gelungenem Turnier und Preisverleihung gab es dann ein Buffet und viele übernachteten wie üblich in der Halle. Meine Erinnerung lässt mich hier etwas im Stich, deshalb fasse ich es  insofern zusammen dass man feuchtfröhlich den Abend verschiedener Dinge gedachte und feierte, wobei ich mir ziemlich sicher bin, dass nicht nur der Raum, sondern auch die Themen des Abends rotierten und sich ständig bis ca. 2 Uhr wiederholten.Alles in allem war es also eine gelungene DMM. Positiv war sicher, dass sich die Teams aus Mitgliedern von bis zu vier verschiedenen Vereinen zusammensetzte, was wir sicherlich auch zukünftig beibehalten sollten.

Gemeinsam müssen wir jedoch an der Planung und der Durchsetzung solcher Events arbeiten. Wünschenswert und sinnvoll wäre eine Vorbereitungsphase, in der man selektieren und ein noch stärkeres Gemeinschaftsgefühl aufbauen kann. Eine Selektion würde die Konkurrenz und somit die Qualität des Kendo und der Kämpfer anregen und verbessern. Auch die Leute welche dann nicht im Team sein würden, hätten hoffentlich einen Anreiz es beim nächsten Mal besser zu machen, zumindest
jedoch Spaß am Training gehabt.

Auch das Training am darauf folgenden Sonntag ist eigentlich ein fester Bestandteil für ein Teammitglied. Viele Dinge muss man sicher gemeinsam versuchen zu ändern oder zu verbessern, aber im Kendo (als eigentlichen Einzelsport) bedeutet Team eben nicht nur das Ergebnis der einen Mannschaft, sondern dass jeder seinen persönlichen Einsatz bringt. Und dafür muss jeder an sich selber arbeiten.

Ich persönlich würde mir wünschen dass man am Tag darauf eben noch gemeinsam trainiert (egal wie hart der Tag und/oder die Nacht davor waren) und somit einen guten Abschluss findet. Wer einen triftigen Grund hat und diesen rechtzeitig bekannt gibt (z.B. wer wann wo oder überhaupt mitfährt, oder z.B. einfach trotzdem auf Banes Mails antwortet) kann ohne weiteres anderen Aktivitäten nachgehen, ohne dass man nachtragend sein wird. Im Kendo trainieren wir aber auch unsere Aufrichtigkeit und unseren Charakter, wo jeder selbst gefordert und in der eigenen Verantwortung ist.
Zumal ist es eine Gelegenheit (wenn man schon mal durch halb Deutschland fährt) mit Leuten zu trainieren, mit denen man sonst eben nicht oft zusammen kommt.

Der 3. Platz des einen Teams ist ein gutes Aushängeschild nach außen hin. Jedoch ist so ein Sieg (wie ich ihn hier mal nennen möchte) nicht alleiniger Verdienst der eigentlichen Akteure. Jeder der anwesenden (sowie alle im Verein aktiven) hat seinen Anteil daran, denn die meisten sind auch sonst regelmäßig im Training und unterstützen die Leute die eine Platzierung erreichen, mal ganz Abgesehen von der moralischen Unterstützung wie diesmal des Frauenteams und des Teams II – vielen Dank dafür noch mal.

Ohne oder mit nur wenigen Trainingspartnern kann man sicher ein schönes Kendo und eine guten Stil kultivieren. Aber ganz allein geht es doch nicht. Vor allem wenn man in Wettkämpfen bestehen möchte (auch um dadurch seinen Verein weiter zu bringen) ist auch die Quantität ein wichtiger Faktor. Ich trainiere erst seit kurzem in München und ich denke dass der Verein sehr stark von der Fülle und Vielfältigkeit seiner Mitglieder profitiert, was auch in Zukunft so bleiben soll, denn nur so macht Kendo richtig Spaß.

In Foren oder solche Erlebnisberichte schreiben oft Leute denen sowieso keiner zuhört. Aber manche Dinge müssen einfach angesprochen werden, womit ich hoffe dass der zweite Teil des Berichts Euch nicht vom Trainieren abhält, sondern dazu anregt. Außerdem würden Euch jetzt sicher die Ohren bluten, hätte ich das nach oder vor einem Training erzählt. Drum hab ich mich für einen Bericht entschieden, jetzt könnt Ihr selber entscheiden ob Ihr ihn lest oder nicht…..ha, zu spät!

Sascha

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