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Kendo-Ergänzungstraining für zuhause

November 4, 2012

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Mal ein bisschen Theorie…

Januar 24, 2012

Eigentlich für die private Runde entworfen, dachte ich es passt hier auch ganz gut rein. Thema soll sein, was uns im Kendo motiviert und wie wir die Qualität des Trainings und des einzelnen verbessern können.

  • Wie lange macht ihr Kendo schon?
  • Warum macht ihr Kendo?
  • Wohin möchtet ihr mit eurem Kendo? Was möchtet ihr (damit) erreichen?

Umfrage dazu:

Kendo Brainstorm Grafik

Motivationskonflikt im Kendo

Was kann man also tun, um sein eigenes Kendo und auch das Miteinander zu verbessern, und den Widerspruch so klein wie
möglich zu halten?

  • Regelmäßig Trainieren! Auch wenn man mal keine Lust hat, muss man trainieren. Man kann ja auch nicht einfach nicht arbeiten gehen, weil man heute keine Lust hat oder schlecht drauf ist. Die einzige Möglichkeit, stetig an sich zu arbeiten!
  • Wichtig! Kendo besteht nicht nur aus Kendo! Auch Fitness ist wichtig; geht joggen, macht Liegestützen und Sit-Ups, trainiert eure Fußbalance beim Rumstehen an der Bushaltestelle, kauft euch einen Knetball für die Jackentasche und benutzt diesen (in der linken Hand), nehmt die Treppen und nicht den Aufzug, geht Laufen oder Schwimmen!
  • Nehmt Ratschläge und Verbesserungen an eurem Kendo von Erfahreneren an. Merkt euch diese vor allem, und versucht daran zu arbeiten. Macht die entsprechende Kleinigkeit mit jedes Mal ein bisschen besser. Und seid nicht enttäuscht, wenn euch dann auf das nächste Problem hingewiesen wird; das heißt ihr habt am letzten Punkt erfolgreich gearbeitet!
  • Versucht euch immer auf ein Problem nach dem anderen zu konzentrieren. Man kann nicht alles gleichzeitig sondern nur Schritt für Schritt.
  • Suburi! Suburi! Suburi! Übt zuhause, draußen oder vor/nach dem Training. Setzt euch Regeln; z.B. nach Feierabend erst mal 100 Suburi, dann entspannen oder Ähnliches. Um in einer Technik (egal, ob Men, Fußarbeit, oder Körperspannung) braucht man ~ 20.000 Wiederholungen, damit es halbwegs sitzt, in den Muskeln eingebrannt ist und man es vernünftig anwenden kann.  Also macht Suburi bis die Hände schmerzen!
  • Schreibt euch alles auf, was ihr lernt/hört. Man kann sich nicht alles merken. Und wenn ihr es nicht nachschlagen könnt, könnt ihr nicht daran trainieren. Die “Arbeit“ eurer Trainer verpufft sonst im Nichts. Sie verlieren die Lust euch/mit euch zu trainieren! Also legt euch Notizen oder Ordner an, in denen ihr gelerntes niederschreibt; eventuell auch online, damit andere Teil haben können – euch vielleicht sogar noch weitere Tipps zu geben.
  • Lest von der Materie! Material gibt es genug. Die Zeiten, als man noch Kontakte nach Japan für solches Material gebraucht hat, sind lange vorbei. Also bestellt euch Bücher,  lest im Internet auf anderen Vereinsseiten, in Foren, Blogs; es gibt unzählige Quellen (allein in Deutsch!). Die Kunst des Krieges, 5 Ringe, uvm.
    Wer hat schon mal auf die Internetseite des DKenB geschaut? Wenn ja, warum?
    (zu finden übrigens hier: Deutscher Kendobund)
  • Seht euch Lehrmaterial an! Allein in Deutsch und Englisch gibt es Tonnenweise Bücher über Techniken und Ausrüstung. Seht euch Videos an. Von Wettkampf- und Lehrvideos gibt es Millionen von Stunden im Internet. Tauscht Quellen auch mit den anderen aus!
  • Versucht gerade bei kurzen Trainingszeiten so schnell wie möglich fertig zu sein! Kontrolliert euer Shinai und eure Rüstung zu Hause, und nicht bis 15 Minuten nach Trainingsbeginn. Verstaut eure Ausrüstung nach dem Training gleich so in euren Taschen,  dass sie gleich beim nächsten Mal einsatzbereit ist, wenn ihr zuhause keine Zeit oder Lust habt. Übt eure Rüstung anzulegen. Lest nach wie es geht. In dem Moment wo ihr das Dojo betretet muss alles sofort sitzen. 10 Minuten zu brauchen um euren Men dann auch noch falsch anzuziehen ist ein NO GO!
  • Schaut über den Tellerrand. Fahrt einmal auf einen Wochenendlehrgang, nehmt euer Kendo Zeug mit in den Urlaub oder zu den Eltern, um auch einmal in anderen Vereinen zu trainieren. Oft sind Erklärungen anderer hilfreich, wenn man beim eigenen Trainer nicht genau weiß, wovon er spricht!
  • Geht auf Turniere! Shiai ist meiner Meinung nach die einzige Möglichkeit,  in drei Minuten zu überprüfen, was ihr wirkl ich könnt. Nirgendwo könnt ihr so viel begreifen was falsch war, als auf dem Turnier; hier gibt es nämlich richtige Konsequenzen. Hier seht ihr genau, woran ihr arbeiten müsst.
  • Macht Videoanalysen. Lasst euch gerade bei Wettkämpfen aufnehmen und seht euch an. Am besten mit eurem Lehrer. Da schlägt man oft selber die Hände über dem Kopf zusammen,  wenn man sieht, was man da tut! Perfekt um Haltung, Fußarbeit und Zanshin zu kontrollieren.
  • Macht Mitori Geiko. Wenn erfahrenere Leute etwas tun, dann seht zu. Schaut euch genau die Fußarbeit, die Körperhaltung oder die Ellenbogen an. Dies ist eine sehr nützliche Methode, um viel zu lernen. Weniger reden – mehr sehen!
  • uvm.!(für Vollständigkeit wird keine Haftung übernommen!)

ABER!!!!!!!
Eigene Fehler erkennen und versuchen daran zu arbeiten und IMMER zu kommen und zu trainieren ist das A&O. Nur so ist eine stetige Verbesserung an euch möglich. Und das hilft auch allen anderen für ihr eigenes Kendo und das Miteinander!

Also denkt einmal darüber nach, was Kendo überhaupt für euch ist. Denk über euer eigenes Kendo und das der anderen nach. „Warum bin ich hier?“ und „Helfe ich den anderen damit, was ich tue?“.  Bleibt einmal ein paar Wochen weg vom Training und stellt fest, ob es euch fehlt, es bereits so in euren Tagesablauf integriert ist, dass es schon nicht mehr ohne geht, oder ob ihr gar froh seid,  endlich mal andere Dinge tun zu können und nicht zum Sport zu müssen!  Werdet euch bewusst über das eigene Kendo. Überlegt, was ihr eigentlich wollt und auch warum ihr das wollt. Und schreibt es auf, damit ihr euch nächstes  Jahr noch daran erinnern könnt.

Also; auf ins Kendotraining 😉

Alte, bekannt und immer wieder schön:

„Die Idee von Kampfkunst ist, sein eigenes Ego zu meistern.  Im modernen Kampfsport geht es oft um Rangordnungen und Wettkämpfe, dabei ist der Geist der alten Kampfkünste ein ganz anderer. Natürlich muss man sich Stärke an eigenen, aber diese Stärke muss auch eine innerliche sein. Wer seine Kraft nur nach außen kehrt, wird nur Gewalt provozie ren.  Stärke heißt eben auch, Bescheidenheit zu zeigen. Bitte immer nach Ihnen  – das ist der Geist, den man lernen muss!“
       Otake Sensei

Über Kommentare, verbesserungen und weitere Vorschläge würde ich mich freuen…

Nun ist aber Ende im Gelände!

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